Ich muss jetzt bereits zum zweiten Male innerhalb von drei Monaten für eine längere Zeit mit dem Training aussetzen. Beim ersten Mal durfte ich für drei Wochen nicht die Haut an meinem Oberschenkelhaut belasten (also praktisch nicht ausführbar im Pole Training). Beim zweiten Mal muss ich für längere Zeit meine Bauchmuskeln schonen und kann dann nur langsam wieder in das Training einsteigen. Beide Ausfälle bedeuteten für mich absolutes Sportverbot: kein Pole, kein Stretching, kein Krafttraining. 

Wenn man krank wird oder gesagt bekommt, dass man für einige Zeit nicht trainieren darf, ist das für mich zumindest immer ein harter Schlag. Man setzt sich schließlich Ziele, an welchen man langfristig arbeiten muss und möchte und auf einmal darf man gar nichts mehr tun. Ich sehe dann immer förmlich meine Muskeln schwinden und denke verzweifelt daran, wie weit mich dieser Ausfall in meinem Training zurück werfen wird, was ich alles werde aufholen müssen, was ich alles abbauen werde, was ich mir doch so hart erkämpft habe und am allerschlimmst, wo ich doch schon sein könnte, wenn ich jetzt kein Pause einlegen müsste.

Was also fängt man an mit seiner Zeit, wenn es einem eigentlich ganz ok geht, man aber nicht trainieren darf?
Hier sind ein paar Idee, wie du doch noch das beste aus deiner Zwangspause machen kannst!

1. Rücke deine Krankheit wieder in die richtige Perspektive

Immer wenn ich übermütig werde und zu sehr mit ‚meinem Schicksal‘ hadere, dann denke ich an eine liebe Freundin, die einen Herzfehler hat und für die bereits einfach Alltagsaufgaben sehr belastend sein können. Wir sind uns gar nicht bewusst, welche Leistung unser Körper bereits mit einfachsten Alltagstätigkeiten, wie Einkauf die Treppe hochtragen, erbringt und wie dankbar wir sein können, dass er dies täglich ohne zu murren erfüllt. Was sind schon zwei Wochen? Klar ist das Mist, aber, Kopf hoch, es gibt auch immer Leute, die es härt und länger trifft. Also, rücke deinen Ausfall in die richtige Perspektive und danke deinem Körper, dass er sonst so brav all deine verrückten Sachen mitmacht.

2. Verwöhn dich mit richtig gutem Essen

Sind wir mal ehrlich. Im Alltag und vorallem zwischen Arbeit und Training essen wir auch oft mal einfach, was uns halt so vor die Nase kommt. Wir haben eine große Pinnwand bei Pinterest mit Gerichten, die wir unbedingt mal ausprobieren wollen und die sind dort schon ungefährt seit der Erfindung von Pinterest gepinnt. Jetzt hast du Zeit! Für mich ist Essen eine Belohnung und wenn ich also beim Training ausfalle, dann suche ich mir mal ein bisschen aufwendigere Gerichte raus, dich ich sonst vielleicht nicht schaffen würde zu kochen. Oder ich mache mir (einfach weil ichs kann) beispielsweise diese irre heiße Schokolade:

Gesunde Ahornsirup, Meersalz heiße Schokolade

3. Schau dir endlich deine gespeicherten Facebook Videos an 

Yvonne Smink oder du, wir alle speichern täglich gut und gerne 10 Videos bei Facebook ab, um sie dann nie wieder anzusehen. Jetzt hast du endlich die Zeit, um mal alle Videos durchzugehen, aus denen du schon seit ca. drei Jahren lernen wolltest. Mach dir Notizen zu den Tricks und erstelle dir einen Trainingsplan, damit du gleich richtig durchstarten kannst, wenn du wieder darfst. 

4. Such dir neue Trainingsmusik raus

Auch so eine Sache, die im normalen Pole Alltag völlig untergeht: die Trainings-Playlist. Inzwischen kann man schon kaum mehr von Inspiration sprechen, dafür könntest du aber jedes Lied mitsingen. Jetzt hast du endlich mal die Zeit, um dir ein paar neue Lieder rauszusuchen oder deine Favoriten endlich in die Playlist zu übernehmen. Gut macht sich an dieser Stelle auch Musikordner zu ordnen und alte Musik zu löschen.

5. Verwöhne deinen Körper

Irgendwie hat dein Körper dich ja im Stich gelassen und ist Schuld an deiner unfreiwilligen Pause. In diesem Falle, lies noch einmal Punkt 1 und dann tu dir etwas Gutes. Wenn du kannst und darfst, fahr doch mal ins Spa und lass dich einen Tag verwöhnen. Gönn dir die Massage, die du immer schon mal ausprobieren wolltest oder (und das trifft meist auf mich zu) bring in Ordnung, was du schon lange mal regeln wolltest, beispielsweise deine Nägel oder Waxing. Deine mentale Einstellung ist wichtiger als du dir vielleicht vorstellen kannst für den Heilungsprozess in deinem Körper. Anstatt Wut und Frust zu empfinden, mach das beste draus und sorge dafür, dass es dir trotzdem gut geht.

6. Eigne dir nützliches Wissen für dein späteres Training an

Während unserer Trainings kommen viele Fragen auf, ob nun in Bezug auf unseren Körper, bestimme Übungen oder Ernährung. Es gibt viele Bücher, mit denen du dich weiterbilden kannst, während du beim Training aussetzen musst und dir damit für später erheblichen Mehrwert schaffst.
Hier sind ein paar Vorschläge von meiner Seite:

Die Statur der Frau ist anders als die des Mannes. Doch warum ist das so und wie wirkt es sich beim Krafttraining aus? Wer das ganz genau wissen will, dem sei der Muskel-Guide speziell für Frauen empfohlen. Damit ergänzt Frédéric Delavier seinen ersten allgemeinen Band über gezieltes Krafttraining und Anatomie.

Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper ist weit verbreitet. Viele Abnehmtipps fruchten jedoch nicht und enden in Resignation. Deswegen lautet das Motto von Timothy Ferriss: Smart abnehmen und effizient trainieren. In diesem Buch lernst du, welche minimalen Maßnahmen ein Maximum an Ergebnissen bringen – durch präzise Informationen über die Funktionsweise unseres Körpers und praktische Schritt-für-Schritt-Anleitungen!

Übergewicht, Depressionen und Allergien hängen mit einer gestörten Balance der Darmflora zusammen. Das heißt umgekehrt: Wenn wir uns in unserem Körper wohl fühlen, länger leben und glücklicher werden wollen, müssen wir unseren Darm pflegen. Das zumindest legen die neuesten Forschungen nahe. In diesem Buch erklärt die junge Wissenschaftlerin Giulia Enders, welch ein hochkomplexes und wunderbares Organ der Darm ist.

Und wenn du nicht gern liest, dann gibt es eine Menge Möglichkeiten, um dich online, auch konkret zu deinem Pole Training weiter zu bilden. Body+Pole beispielsweise verkauft Online Unterricht, den du dir während deines Ausfalles ansehen könntest und somit gleich neue Inspirationen und Einfälle für dein weiteres Training hast.

Habe ich etwas vergessen? Was machst du, wenn du krankheitsbedingt aussetzen musst und keinen Sport treiben darfst? Gibt es etwas, was immer die Laune hebt?

Gute Besserung! xxx