Darf ich vorstellen? Kefir … mein neuer bester Freund – aus dem Kühlregal (Ok, ich höre es selbst. Das letzte klingt wie Werbung). Aber im Ernst, seit ein paar Wochen bin ich verrückt nach Kefir. Ich trinke inzwischen eigentlich jeden Tag Kefir und kann gar nicht fassen, dass ich Kefir vorher nie probiert hatte.

Ich mag keine Buttermilch, weshalb ich vermutlich bisher einen großen Bogen um die Milchgetränke im Kühlregal gemacht habe. Dann hat mir allerdings eine Freundin erzählt, dass Kefir sogar bei Paleo ab und zu erlaubt ist (und Paleo ‚verbietet‘ sonst alle Milchprodukte), da Kefir eine wohltuende Wirkung auf den Darm hat. Das hat mich neugierig gemacht und so habe ich mir Kefir mal ein bisschen genauer angesehen.

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Kefir wird hergestellt, indem man Milch sogenannte Kefirpilze zusetzt. Diese Pilze vergären den Milchzucker und bauen das Kasein ab. Außerdem bilden sie Kohlen- und Milchsäure, was Kefir auch den lustigen Namen Milchchampagner eingetragen hat. Je nach Art der Zubereitung kann Kefir auch einen sehr geringen (weniger als 1%) Alkoholanteil haben. Kefir ist durch den geringen Milchzucker sogar für Leute mit einer leichten Laktoseintoleranz verträglich. 

Kefir gilt als besonders gesund, da er über zahlreiche Nährstoffe verfügt. Kefir enthält viel Protein, Vitamine, Folsäure und Mineralstoffe. Bei einem geringen Fettgehalt, sättigt Kefir gut und die enthaltenen Probiotika wirken sich positiv auf die Darmflora aus. Kefir tut selbst einem empfindlichen Magen gut und stärkt das Immunsystem, da er Krankheitserreger aus der Darmflora beseitigt.

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Mein neues Lieblingsgetränk ist Kefir mit karamellisierten Bananen und Walnüssen. Das ist zwar eher herbstlich, aber dafür umso schmackhafter (und auch im Sommer gibt es trübe, regnerische Tage die an Herbst erinnern). Dieser Kefir Shake ist sehr reichhaltig und dickflüssig, weshalb ich immer nur zwei kleine Gläser davon zubereite. Allein für den Duft von Bananen, die in Kokosöl karamellisieren, lohnt sich die Zubereitung dieses Getränkes schon. Die karamellisierten Bananen harmonieren gut mit der Crémigkeit des Kefirs und die Walnüsse unterstützen das dunkle, süße Aroma. Ich könnte jeden Tag 10 von diesen Kefir Bananen Shakes trinken, aber ich bin ganz brav und belasse es bei einem. 

Kefir kann man übrigens auch leicht selbst herstellen. Die Kefirkulturen gibt es beispielsweise auf Amazon und es muss nur noch Milch zugefügt werden, um nach kurzer Zeit eigenen Kefir zu haben. Du solltest allerdings unbedingt BIO-Milch verwenden, da die Antibiotikareste in herkömmlicher Milch den Kefirkulturen schaden können.

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Für 2 Personen:

1 Glas Kefir (3,5% Fett)
2 Bananen
eine handvoll Walnüsse
1 EL Kokosfett
eine Prise Zimt
1 TL Honig

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Zubereitung:

  1. Schäle die Bananen und schneide sie in dicke Scheiben. Erhitze das Kokosfett in einer Pfanne und gib die Banane dazu. 
  2. Brate die Bananen bei mittlerer Hitze kurz von beiden Seiten an. Bevor die Bananen zu weich werden, gib die Walnüsse und den Zimt dazu. Wende alles noch ein paar Mal.
  3. Gib die Bananen/Walnussmischung mit dem Kefir und Honig in einen Mixer und püriere alles gut.
  4. Serviere den Kefir sofort mit einer Prise Zimt.

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