5 Tipps, um die Pole Camp Saison zu überleben mit Britt Bloem

Die Pole Camp Saison 2018 läuft nach und nach an und es ist schön zu sehen, dass die Auswahl an Pole Camps immer größer wird. Viele Länder in Europa haben inzwischen ihre eigenen Pole Camps und auch immer mehr Pole Studios bieten relativ günstig Wochenend-Pole Camps an. Ich würde mich ja am liebsten von Pole Camp zu Pole Camp hangeln, so schön ist mir beispielsweise das RAD Pole Camp in Griechenland in Erinnerung geblieben.

Was mich an Pole Camps immer wieder so begeistert, ist die unvergleichliche Atmosphäre. Man ist umgeben von Gleichgesinnten und fokussiert sich über Tage mal nur auf Pole. Der Austausch mit den anderen Teilnehmern und die Vielfalt an Inspiration, die man über den kurzen Zeitraum von den Trainern erhält, motivieren mich immer noch lange im Nachhinein. Ich finde es toll die Pole Community mal in echt kennen zu lernen und sich für Tage der Illusion hinzugeben, dass es wirklich nichts anderes auf der Welt gibt, als Pole.

Und trotzdem ist ein Pole Camp natürlich auch unglaublich anstrengend. Die wenigsten schaffen es ja im Alltag 4-6 Stunden pro Tag zu trainieren und ich bin immer froh, wenn ich mich ab Tag 2 überhaupt noch auf meinen Po setzen kann. Gerade dann muss man natürlich aufpassen, sich mit seinen übermüdeten Muskeln am Ende nicht sogar zu verletzen. Schon häufiger habe ich mitbekommen, wie sich gerade im letzten Workshop jemand die Schulter zerrt oder von der Stange fällt.

Ein großes Danke deshalb an Britt Bloem, die dieses Jahr beim Pole Camp Deutschland unterrichtet hat, und uns ein paar wertvolle Tipps verrät, wie man motiviert und verletzungsfrei durch die Pole Camp Saison kommt.

 

 

1.      Wie viele Stunden pro Woche trainierst du und wie baust du dein Training auf?

Das wechselt immer wieder. Ich versuche so oft wie möglich zu trainieren, aber z.B. bei einer Verletzung, Krankheit, starkem Muskelkater oder Terminstress lasse ich es lieber aus. Ich habe gelernt, dass mein Training am effektivsten ist, wenn ich richtig fit bin und mit meinem Kopf ganz bei der Sache sein kann. Nur trainieren weil ich ‚muss‘, bringt bei mir wenig. Im Durchschnitt bin ich 3 bis 4 mal der Woche an der Pole und dann kann ich auch richtig Gas geben.
Mein Training beginne ich entweder mit einem Warm-Up Dance (Floorwork oder Pole), oder sogar mit Stretching. Dann hab ich meistens ein Ziel, entweder bereite ich Workshops vor oder einen Wettbewerb. Am liebsten trainiere ich einfach frei ohne fixes Ziel. Das fühlt sich für mich immer noch am meisten nach Spielen an und es entstehen die besten Sachen.
Das Training beende ich gern mit intensivem Stretching.

2.      Wie motivierst du dich zum Training und wie gehst du einen komplizierten neuen Move an?

Weil ich nicht super oft trainiere, bin ich eigentlich immer motiviert zum Trainieren. Manchmal hab ich irgendwas was ich ausprobieren möchte, meistens fang ich einfach irgendwo an und schau denn wo es hingeht, je nach Lust und Laune. Oder ich lass mich von Instagram inspirieren/ motivieren.
Bei einem komplizierten neuen Move, wenn ich ihn wirklich lernen will, bin ich wie ein Pittbull. Ich geb Gas und wiederhole und wiederhole und wiederhole. Ich lasse nicht locker, bis es klappt.
Bei manchen komplizierten Moves, merke ich, dass es nicht meine Art zu bewegen ist. Dann lasse ich den Move auch mal fallen oder versuche es erst ein paar Wochen später wieder.

3.      Wie würdest du dich auf ein Pole Camp und mehrere Workshops pro Tag vorbereiten?

Auf jeden Fall viel Gemüse und Proteine essen. Schau, ob du deinen Trainingsrythmus vielleicht schon vor dem Camp erhöhen kannst, damit du nicht von 0 auf 100 gehen musst.
Vergiss auf jeden Fall nicht dein Magnesium, Grip und Tiger Balm einzupacken. Kontrollier, ob dein Handy genug Speicher hat und sorg dafür, dass du gut ausgeschlafen bist natürlich :)

4.      Was ist dein Tipp für Nach-dem-Training Erholung?

Meine erste Wahl sind Magnesiumpulver / -tabletten. Und gutes, gesundes Essen mit viel Eiweiss, Gemüse und genügend Kohlenhydraten. Mein persönlicher Erholungs-Tipp: ein warmes Bad und Schlaaaaaaaaaaf. Bei mir geht einfach nichts ohne genügend Schlaf.

5.      Worauf können sich Teilnehmer bei deinen Workshops ganz besonders freuen?

Ich liebe Spins und habe viel coole Big Spins für euch. Spins kann man einfach mit allem kombinieren – Floorwork, Figuren, Deadlifts, Shouldermounts, andere Spins und sogar Flips. Auch dynamische Sachen hacke ich ganz gern in kleine Stücken, damit sogar die grössten Angsthasen (wie ich selbst) sich trauen über sich selbst hinaus zu wachsen. Und ‚Shapes‘ – Figuren und Formen (mit oder ohne Splits) an der Spinning Pole, die wir dann flüssig miteinander verbinden.
Vielen Dank, Britt.
PS. Wer übrigens in Innsbruck oder Umgebung ist – Britt eröffnet im Mai ein wundervolles, luxuriöses Pole Studio – Aerial Amazons. Schaut auf jeden Fall vorbei und grüßt Britt ganz lieb.
PPS. Poleranking hat übrigens eine tolle Übersicht über alle Pole Camps weltweit. Schaut hier, wenn du noch Jahresurlaub über hast.
2018-04-08T17:34:13+00:00

Was denkst du? Ich freue mich auf einen Kommentar.