Für den passionierten Pole Sportler ist die Entscheidung zur ersten eigenen Pole Stange ungefähr so bedeutend, wie die Entscheidung zum ersten Auto oder Eigenheim. Voll Vorfreude schlägt das Herz, wenn man sich erstmal dazu durch gerungen hat, 4 qm² im Wohnzimmer der ohnehin nur 30 qm² großen Wohnung zu opfern. Was soll’s – für den Sport tut man doch alles.

Und dann der große Schock – man gibt Pole Stange bei Google ein und stößt auf einen Angebots-Dschungel, der einen schier in den Wahnsinn treibt. Welchen Anbieter soll man wählen? Was bedeuten die unterschiedlichen Namen? Wo sind die Unterschiede? Worauf muss man achten?

Ich habe eine kleine Anleitung zusammen gestellt, die dir hilft garantiert die richtige Pole Stange auszuwählen. Ich stelle alle Stangen-Systeme exemplarisch durch X-Pole vor und am Ende des Artikels gibt es ein riesiges Gewinnspiel – also bleib dran!

  1. Der Durchmesser

Eine Pole gibt es mit diversen Durchmessern: 40, 45 und 50 mm. Die 45 mm Pole ist am häufigsten in Studios anzutreffen und wird meist auch bei Wettkämpfen verwendet. Manchen fällt es leichter an einer 50 mm Pole zu lernen und empfinden diese als weniger schmerzhaft. Gerade Kinder oder kleinere Menschen haben das Gefühl um eine 40 mm Pole besser greifen zu können. Wenn du allerdings voraussichtlich auch an einer anderen Pole als deiner eigenen trainieren wirst (Auftritt, Wettkampf, Studio o.ä.) würde ich dir empfehlen, dir von Anfang an eine 45 mm Pole zuzulegen.

  1. Das Material

Es gibt Poles aus den unterschiedlichsten Materialien und du solltest entscheiden, was du für Ansprüche an deine Pole stellst. In diese Überlegungen solltest du einbeziehen, ob du beispielsweise Metall-Allergien hast, mit der Pole draußen trainieren willst oder in einem Land mit warmen Temperaturen lebst  und dann entsprechend deine Kaufentscheidung treffen.

  • Chrom: die Chrom Pole ist die gängigsten Pole und du kennst sie vermutlich aus deinem Pole Studio
  • Titan: die Titan Pole besticht vor allem durch ihre Schönheit – sie ist Gold (und es ist mir sooo schwer gefallen keine Titan Pole zu kaufen). Das Titan wird nachträglich auf die Pole geschichtet und viele Pole Sportler schwören auf einen besseren Halt. Du solltest dir allerdings im Klaren darüber sein, dass die Beschichtung sich leichter abkratzen kann.
  • Messing: eine Messing Pole wird vor allem in wärmeren Regionen bevorzugt, da durch Hitze und Reibung ein besserer Halt erzeugt wird. In kälteren Regionen ist eher zu einer Chrom Pole zu raten, da du lange brauchen wirst, um eine Messing Pole warm genug zu bekommen.
  • Edelstahl: die Edelstahl Pole sieht aus wie Chrom Pole und ist unter anderem für Leute entwickelt worden, die eine Chrom-Allergie haben

Ich würde dir raten, die Pole zu kaufen, die du aus deinem Studio kennst und auf die dein Körper eingestellt ist. Das betrifft sowohl die Größe als auch das Material. Solltest du keine Allergien haben oder beim Training besonders viel schwitzen, dann wirst du vermutlich mit einer einfachen Chrom Pole sehr glücklich.

Es gibt zwei weitere Pole Materialien, die du vielleicht noch nicht kennengelernt hast, die ich dir aber trotzdem nicht vorenthalten möchte:

  • Silikon Pole: Diese Pole ist mit einer dünnen Silikon ummantelt und in Schwarz oder Pink erhältlich. Durch die gummi-artige Oberfläche eignet sich die Pole unter anderem für Pole Sport mit langen Klamotten und somit für Fotoshootings, Chinese Pole oder draußen Pole Jams. Der Nachteil: Rutschen ist praktisch unmöglich an dieser Pole und somit ist sie eher nicht für das alltägliche Training geeignet.
  • Puder beschichte Pole: Diese Pole ist ganz neu auf dem Markt und überzeugt ebenfalls durch einen ganz besonders guten Halt. Die Puderbeschichtete Pole hält dich nicht so gnadenlos wie die Silikon Pole und ist somit auch besser für alltägliches Training geeignet. Auch diese Pole gibt es in schwarz oder pink.
  1. Statisch oder Spinning

Das Sport Modell der X-Pole Stange ist ausschließlich statisch. Es ist etwas günstiger als das XPert Modell, welches sowohl auf Spinning als auch auf Statisch gestellt werden kann. Solltest du Zuhause so wenig Platz haben, dass du niemals nie spinnen wirst, dann kannst du überlegen dir das Sport Modell zu kaufen. Allen anderen rate ich zum Xpert Modell. Der Preisunterschied ist nicht so gravierend, dass es an den letzten Euros scheitern sollte, wo du ohnehin schon so viel gespart hast. Und auch wenn du erstmal kein Spinning-Fan bist, man weiß ja nie. Ich würde mir lieber immer alle Möglichkeiten offenhalten.

  1. Deckenbefestigung

Die korrekte Befestigung der Stange ist einer der Hauptpunkte, die du beim Kauf beachten solltest. Deine Sicherheit geht vor und die richtige Befestigung kann darüber entscheiden, ob du auf YouTube mit einem Wettkampf- oder Fail-Video landest. Also, schau dir deine Decke gut an und triff dann die richtige Entscheidung.

  • Teller: Der Teller wird bei allen Poles mitgeliefert und ist meist als Deckenbefestigung vollkommen ausreichend und sicher. Der Teller wird auf die Spitze der Pole gesteckt und die Pole anschließend so weit raus gedreht, dass sie fest und sicher zwischen Boden und Decke klemmt.
  • Verschraubte Deckenbefestigung: Eine stabilere und sichere Deckenbefestigung, gerade für höhere Decken, ist allerdings die verschraubte Befestigung. Hier wird der „Teller“ permanent mit der Decke verschraubt. Das bietet sich vor allem für Poles über einer Höhe von 3,35 m oder Studios an. Vorsicht! Es gibt unterschiedliche verschraubbare Teller für statische oder nicht-statische Poles. Du musst beim Kauf ebenfalls unbedingt beachten, dass du den richtigen Teller zu dem Durchmesser deiner Pole kaufst.
  • Verschraubte Deckenbefestigung für gewölbte Decken: Auch für unebene Decken gibt es einen Teller, den du fest verschraubst und in einem Winkel zu deiner Pole Stange neigen kannst.

Da viele nicht in übermäßig hohen Mietwohnungen leben, reicht ein einfacher Teller zumeist vollkommen aus. Mit einem Teller musst du deine Decke nicht anbohren und kannst die Pole schnell und leicht auf- und abbauen. Ansonsten gilt natürlich immer: Je sicherer desto besser.

Noch ein paar letzte Worte (in den Foren liest man ja von den wildesten Ideen): Ich rate zu jeder Zeit davon ab, sich eine Pole-Stange selbst zu bauen oder auf andere Art und Weise zu improvisieren. Eine Pole Stange mag auf den ersten Blick sehr teuer erscheinen, doch es geht um deine Sicherheit und auch deinen Komfort. Du würdest vor der Besteigung des Mount Everest deine Karabinerhaken auch nicht selbst schmieden. In den Stangen steckt mehr Technik als du dir vielleicht vorstellen kannst und kein Geld der Welt ist es wert, dass du dich gegebenenfalls ernsthaft verletzt.

Ich hoffe, dass ich dir einen guten Überblick über alle Pole Stangen-Modelle verschaffen konnte. Solltest du weitere Fragen haben, kannst du mir sehr gern eine E-Mail schreiben und ich helfe dir gern weiter. Auch X-Pole steht dir in allen technischen Belangen gern zur Seite.

XPole verlost außerdem unter allen Eat.Pole.Love-Lesern 3 pinke, puderbeschichtete, 40mm Pole aus der brandneuen Serie. Um an dem Gewinnspiel teilzunehmen like Eat.Pole.Love auf Facebook und schreibe einen Kommentar unter diesen Artikel, warum du eine der drei Stangen gewinnen solltest. Die Verlosung endet am 07. November 2015 und der Gewinner wird willkürlich ausgewählt.

-Das Gewinnspiel ist zuende-

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