Pole Workshops sind großartig. Sie bieten die einmalige Gelegenheit neue Eindrücke, Einflüsse und Inspirationen von den ganz Großen am Pole Himmel zu erhalten. Man kann seinen mehr oder weniger heimlichen Poleschwarm endlich mal in echt begegnen und seinen großen Pole Vorbildern Fragen zu Tricks stellen, die die heimischen Trainer vielleicht nicht beantworten können. Oft sind Pole Workshops, aber auch einfach eine gute Gelegenheit, um mal in den persönlichen Stil des entsprechenden Pole Stars einen Einblick zu bekommen. 

Wir lassen viel Geld für einen Pole Workshop, schwitzen uns motiviert durch die Stunde, schießen viele Selfies und gehen glückbeseelt nach Hause – um dann alles wieder zu vergessen. Die Bilanz ist hart, aber möchte wirklich nicht zugeben viele Pole Schätze auf meinem Smartphone vergraben sind, die ich nie wieder angeschaut und nach denen ich nie wieder trainiert habe.

Heute stelle ich dir mein neues Workshop Ritual vor, mit dem ich nachhaltig von meinen Workshops profitiere (und sogar ein paar alte wieder aufarbeite):

  1. die spezielle Pole Workshop Tasche

Für einen Pole Workshop packe ich andere Dinge in meine Pole Tasche, als für eine normale Unterrichtsstunde und vor allem mein Handy und Notizbuch sind unabdingbar. Während des Workshops mache ich viele Notizen und schreibe mir die Tricks auf. Hierbei notiere ich Namen und die entsprechende Anleitung durch die Pole Trainerin. Ich achte darauf genau die Kontaktpunkte, Körperhaltung, Blickrichtungen, Hilfestellungen und ‚Geheimnisse‘ zu notieren, die die Trainerin enthüllt. Gerade wenn es Anweisungen sind, wie Schaue in dem Moment von der Pole weg, notiere ich mir das, weil ich es 5 min später definitiv vergessen habe und dann frustriert bin, wenn der Trick nicht mehr klappt.

Nicht alle Pole Stars darf man filmen, aber wenn es erlaubt ist, dann tue ich das so ausführlich wie möglich. Ich versuche die Anleitung zu filmen und die finale, schnelle Ausführung. Manchmal frage ich sogar, ob die Pole Trainerin den Trick nochmal wiederholt, damit ich es filmen kann. Eine andere Teilnehmerin hatte beim letzten Workshop ein kleines Handystativ bei. Das war wirklich klasse. So steht das Handy flexibel und sicher, wobei das Stativ so klein und leicht ist, dass es in der Tasche nicht weiter auffällt. Sie hat dieses Stativ verwendet. 

Hama Handliches Dreibeinstativ für Smartphones und Kameras, Ministativ Smartphone, Schwarz

  1. Speichere deine Videos

Nach einem Workshop befinden sich auf dem Handy dann meist 1 bis 1.000.000 Fotos und Videos. Früher habe ich es hierbei belassen, aber ich habe festgestellt, dass ich sie dann auch gleich löschen könnte. Niemand macht sich die Mühe die Videos noch mehr als einmal aus seinem Album hervor zu kramen und wenn man richtig Pech hat, löscht man sie ausversehen oder macht sie unabspielbar. Neuerdings lege ich die Videos also auf meinem PC ab in einen Workshop Ordner und einen Unterordner mit dem Namen des Pole Stars. Wenn ich richtig fleißig bin, ändere ich vielleicht sogar noch den Namen in eine kurze Beschreibung oder Aufzählung der Tricks, die das Video beinhaltet. Sollte ich das nächste Mal Inspiration brauchen, weiß ich genau wo ich suchen kann. Und du kannst dir nicht vorstellen wie überrascht ich immer bin, was für coole Videos ich in diesem Ordner völlig neu entdecke.

  1. Entwirre deine Notizen

Man will im Workshop nichts verpassen und trotzdem viele Notizen machen, was bei mir oft zu recht kryptischen Beschreibungen führt. So lange ich also noch ungefähr verstehen kann, was ich da aufschreiben wollte, gehe ich meine Notizen nochmal durch und schreibe sie verständlicher um. 

  1. Nimm dir Zeit für ein After-Training

Ich habe festgestellt, dass dieser und der nächste Punkt von allen am wichtigsten sind. Möglichst zeitnah nach dem Workshop nehme ich mir Zeit zum Trainieren, in dem ich ausschließlich die Sachen aus dem Workshop wiederhole. Entweder, um die Tricks zu verfeinern oder um sie hoffentlich irgendwann mal zu schaffen. Schon ein paar Tage später habe ich diesen oder jenen Griff vergessen, weiß nicht mehr, wie ich hier oder da rein komme. Dann schaue ich mir die Videos wieder an und übe so lange bis ich zumindest theoretisch wüsste, wie ich den Trick ausführen muss.

  1. Mache ihn zu deinem Trick

Wenn man eine Fremdsprache lernt, muss man ein Wort ca. 100 Mal gebrauchen, um es aus seinem aktiven Wortschatz abrufen zu können. Ich glaube, dass es sich mit Pole Tricks ebenso verhält. Wir haben alle ein festes Repertoire an Tricks, auf die wir beliebig zugreifen können. Das sind unsere derzeitigen Lieblingstricks, alte Tricks, die wir schon eine Millionen Mal gemacht haben und Grundübungen natürlich. Wir müssen es jetzt nur noch schaffen, die neu gelernten Tricks und Combos aus dem Workshop in dieses aktive Trickrepertoire aufzunehmen. Ich übe dafür den Trick so lange bis ich ihn vollständig begriffen habe (siehe Punkt 4). Außerdem breche ich den Trick herunter, denke mir neue Variationen, Ein- und Ausgänge aus und passe ihn an meinen Pole Stil an. Nicht jedem entspricht die grazile Armbewegung, wie man sie im Workshop gelernt hat.

Das ist ein kleines Video aus meinem After-Training, in dem ich einen Sprung von Sergia Louise Anderson mit einem Superman Aufgang (Cherry Drop) kombiniere:

 

So arbeite ich also neuerdings meine Workshops auf und profitiere viel nachhaltiger davon. Du hast vielleicht ein anderes Ritual. Was darf in deiner Workshoptasche niemals fehlen? Wie sorgst du dafür, dass du aus Workshops die Tricks nachhaltig mitnimmst?