Hast du auch manchmal das Gefühl, dass du diesen Move schon 100 Mal gemacht hast und wirklich frischen Wind in deinem Pole Training bräuchtest? Dann ist es wohl an der Zeit für etwas Pole’spiration.

Ich verrate dir ein paar Tricks zur wahren Pole’spiration.

1.Variiere deine Trainer

Dein Polestudio des Vertrauens ist natürlich immer der beste Ort, um Pole’spiration zu sammeln. Hole dir aber mal ganz neuen Input, indem du deinen Trainer wechselst oder andere, neue Kurse besuchst. Alle Trainer haben unterschiedliche Hintergründe. Vielleicht haben sie in unterschiedlichen Studios gelernt, vielleicht hatten sie vorher schon Tanz-, Yoga- oder Turnerfahrung. Jeder Trainer hat einen individuellen Stil und jeder Trainer baut seine Stunde ganz unterschiedlich auf. Variere deshalb ruhig mal deine Trainer, um gegebenfalls eine neue Sicht auf einen alten Move zu erhalten. Und besuche beispielsweise auch mal eine Floorwork Stunde, obwohl du eigentlich nur auf Kraft trainierst. Du weißt nicht, was dir vielleicht entgeht. 

2. Umgib dich auch mit Pole Freunden, die besser sind als du

Es ist die alte Zerrissenheit, die man noch aus dem Schulsportunterricht kennt. Wenn man sich einen 100-Meter-Sprintpartner sucht, der besser ist, wird man vermutlich gnadenlos abgehängt und kommt (peinlicherweise) erst als zweites ins Ziel. Meist jedoch hat man auch noch ein paar Sekunden herausgeschlagen und eine bessere Note erhalten. Wenn man sich einen gleichguten Sprintpartner gesucht hat, kommt man vielleicht sogar als erstes ins Ziel, aber man ist meist langsamer gelaufen, als das Bestergebnis und die Zensur war schlechter. Also: Herausforderung oder Ego?

Worauf ich hinaus will ist, dass man oft dazu tendiert sich mit Leuten auf seinem Niveau umgeben, weil man sich ansonsten schlecht fühlt. Gegen ein Training mit gleichen ist natürlich überhaupt nichts einzuwenden, aber für Pole’spiration, schiebe dein Ego besser auch mal beiseite. Du bist toll dort wo du bist und dein Stolz könnte dich wertvollen Input verpassen lassen. Ein besserer Pole Partner kann dir vielleicht dabei helfen, endlich den Move zu meistern, bei dem du seit Ewigkeiten festhängst und dir einen winizigen Trick verraten, der den ganzen Unterschied macht.

3. Nutze deinen Urlaub

Es geht nicht darum dein Training nicht zu unterbrechen. Urlaub muss auch mal sein. Aber andere Länder, andere (Pole-) Sitten. Wie Natasha Wang sagte, sind die Polestile in allen Ländern sehr unterschiedlich und ich habe beispielsweise viel, wertvolle Pole’spiration aus meiner Erasmus-Zeit in England bekommen. Ich habe nicht nur andere Moves gelernt, sondern auch eine ganz andere Weise Moves auszuführen. Die Engländer, die ich kennen gelernt habe, haben Pole viel sinnlicher interpretiert, als ich das bisher kannt. Solltest du also in der Nähe eines Pole Studios Urlaub machen, dann nutze die Chance und schau mal vorbei. 

4. Instagram ist besser als Facebook

Instagram ist eine wahre Goldgrube was Pole’spiration angeht. Sowohl Profis als auch Amateure posten Bilder und Videos von ihren Figuren und Kombinationen – es ist wie ein Schlaraffenland und du musst nur noch zugreifen. Instagram ist besser als Facebook, da es auf Videos und Bilder beschränkt ist. Du musst dich in diesem Falle also nicht nur Textposts graben, um zu deiner Pole’spiration zu gelangen. 

An dieser Stelle möchte ich wieder betonen, dass du auch aus Videos von Profis viel lernen kannst. Tue diese nicht ab, da du die Figuren gegebenenfalls nicht beherrschst. Und wenn du dich nur von einer Köperhaltung, Armbewegung oder einem Übergang inspirieren lässt, kannst du das wertvoll in deinem Training verwerten.

Oona Kivela ist an dieser Stelle eine meiner Instgram-Favoriten, da sie viele Trainingsvideos postet, die leicht zugänglich sind und aus denen man interessante Elemente mitnehmen kann.

5. Online-Unterricht

Du hast aber kein Studio in deiner Nähe und keinen passenden Pole Partner? Wusstest du, dass inzwischen viel Pole Unterricht auch online stattfindet? Das ist eine super Gelegenheit, um von Leuten rund um den Globus Pole’spiration zu erhalten. Viele Pole Profis bieten auch einzeln Videos an, in denen sie eine Stunde, wie einen Workshop, zu einem gewissen Thema online abhalten. Wirf einfach mal einen Blick auf die Webseite deiner Favoriten und vielleicht wirst du ja fündig. 

Ein paar meiner liebsten Kanäle sind beispielsweise UPA TV – hier hast du einige Online Pole Kanäle zusammen und es gibt immer wieder gute Rabatte; Flowmovement von Marlo Fisken oder Body + Pole TV – hier gibt es immer Bündel an Videos von diversen Trainern zu kaufen. 

6. Verlasse die ‚Box‘

Pole’spiration kommt nicht nur wenn du dich mit Pole beschäftigst. Verlasse mal deine Komfortzone und probiere andere Sportarten aus. Vielleicht hast du eine Artisten-Schule in der Nähe und kannst dich in der Akrobatik inspirieren lassen, vielleicht hilft dir eine Yoga-, Calisthenics- oder mal eine Tanzstunde weiter. Ich bin überzeugt, dass man aus vielen Bereichen Pole’spiration ziehen kann, wenn man nur offen und empfänglich ist. Ich habe auch schon tolle Inspirationen aus Filmen gezogen. 

7. Pole Bible

Ich bin eigentlich kein Fan von Sportbüchern. Bücher erscheinen mir zu starr und unflexibel für einen Bereich, in dem sich täglich die Meinungen über Dinge ändern. Ein gutes Buch für Pole’spiration ist aber beispielsweise die Pole Bible von Spin City. Das Buch gibt dir einen guten Überblick über verschiedensten, existierende Pole Figuren und man kann sich gut Notizen aus seinem eigenen Training machen. 

PS. Außerdem sind die Bilder unter anderem mit Bendy Kate oder Lisette Krol.

8. Workshops inspirieren dich für immer

Vielen sind Workshops zu teuer, doch sie sind eine meiner top Pole’spiration-Quellen und ich habe meine Investition noch nie bereut. Workshops geben dir die Möglichkeit, von denen zu lernen, die an der Spitze tanzen, wo wir wieder bei meinem zweiten Punkt wären: trainiere mit besseren. Aus jedem einzelnen Workshop, den ich besucht habe, habe ich Pole’spiration gesammelt, die mich maßgeblich in meinem weiteren Training begleitet hat. Es mag ein Schritt sein, ein Griff, eine Drehung – aber du wirst sie vermutlich auf eine Weise lernen, wie du es selbst nie getan hättest. Auch Punkt 3 andere Länder, andere Stile spielt hier stark rein. Und scheue dich nicht Workshops zu besuchen, obwohl du noch am Anfang deiner Pole Karriere bist – die Profis werden genügend auf die eingehen, damit auch du Erfolg hast. 

9. Schlussendlich, vernachlässige nie Youtube

YouTube ist mindestens so viel wert wie Instagram oder Facebook. Es bietet dir aber besser sogar noch die Möglichkeit konkret nach einer Figur zu suchen und auf einen unendlichen Fundus an Amateur-Videos, Anleitungen und Variationen zu stoßen. Das ist beinahe so gut wie direkter Austausch.

Ein paar meiner YouTube-Favoriten sind übrigens Dirdy Birdy, Cleo’s rock n Pole, Foxx Authority und diese 5 Minuten an wunderschönen Spin-Kombos.

Ich wünsche dir viel Erfolg!!

Wo holst du dir Pole’spiration? Schreib einen Kommentar, um deine besten Stellen oder Leute mit uns zu teilen.