Gefüllte Champignons mit Ziegenkäse und Koriander

Einer meiner Vorsätze für 2018 ist es endlich meine Koch-Komfortzone zu verlassen. Also eigentlich mal den Backlöffel beiseite zu legen und dem Kochen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Meine Liebe zum Backen sitzt tief und ist nur bedingt in meinem Süßzahn begründet. Das erste, was ich als Kind gelernt habe selbst zuzubereiten, waren Eierkuchen; das zweite mein Geburtstagskuchen. Damit konnte ich nach damaliger Ansicht die beiden wichtigsten Rezepte und es war für einige Zeit erstmal genug. Erst viel später reihte sich Spaghetti mit Tomatensoße in die Liste der Fähigkeiten.

Ihr seht also deutlich, wo die Präferenz lag und wenn ich ehrlich bin, dann hat sich seitdem daran auch nicht viel geändert. Lebensmittel und die Zubereitung dieser hat mich seit jeher fasziniert, doch Kochen ist immer ein bisschen das Stiefkind neben dem Backen. Wo Backen für mich wie Therapie ist, so empfinde ich Kochen doch manchmal als Herausfoderung. Ich verliere mich zwischen Gewürzen und am Ende fehlt immer Salz. Der Vorgang des Kochens interessiert mich einfach nicht so sehr, wie bespielsweise das minutenlange Kneten von Hefeteig. Das an einem Freitagabend ist für mich die pure Entspannung. Ich mag die Genauigkeit am Backen. Das 50g Mehl zu viel alles verderben können und der pure Fakt, dass man etwas glibbrieges in den Ofen schiebt und eine duftenden Kuchen herauszieht.

Trotzdem bin natürlich auch ich erwachsen geworden und koche im Alltag öfter, als ich backe. Dabei fällt es mir manchmal schwer Rezepte loszulassen und Neues auszuprobieren. Alethea Austin hat mal in einem Interview gesagt, dass sie sich Pole Moves auf Instagram immer nur ein Mal ansieht und in ihrem Training dann versucht umzusetzen, was hängen geblieben ist. Damit stellt sie sicher, dass der Move am Ende immer auch ihren eigenen Stil repräsentiert und sie nicht schlichtweg kopiert. Ungefähr so versuche ich das neuerdings auch beim Kochen. Offen sein für Neues, sich aber auch immer selbst treu bleiben.

Mein erstes Rezept in 2018 sind diese gefüllten Champignons mit Ziegenkäse und Koriander. Im Ofen gebacken werden die Pilze ganz weich und bilden die perfekte Basis für den intensiven Ziegenkäse und die Frische des Korianders. Mit nur 4 Zutaten sind diese Pilze in 20 Minuten verzehrfertig und sind eine fantastische Vorspeise oder Beilage.

Zutaten:

4 große Champignons
5 Cherrytomaten
1/2 Frühlingszwiebel
1 EL Olivenöl
1/2 Zitrone
Salz & Pfeffer
frischer Koriander

 

Zubereitung:

  1. Falls nötig, Pilze säubern. Pilzstiele mit einem Messer herausschneiden und aufbewahren. Pilze in einer ofenfesten Form anrichten.
  2. Tomaten würfeln, Frühlingszwiebel in Scheiben schneiden, Pilzstiele würfeln und alles in einer Schüssel vermengen.
  3. 1 EL Olivenöl, Saft 1/2 Zitrone dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Ziegenkäse in Scheiben oder Würfel schneiden und die Champignons damit befüllen.
  5. Füllung aus der Schüssel auf den Ziegenkäse verteilen. Sollte noch Füllung übrig bleiben ruhig auf dem Boden der Ofenform verteilen.
  6. Pilze mit etwas frischem Koriander bestreuen.

Die Pilze bei 180°C in den vorgeheizten Backofen geben und ca. 20 Minuten backen oder bis die Pilze leicht schrumpelig sind und die Tomaten weich.

Wer keinen Koriander mag, kann diesen auch gut durch Petersilie oder Basilikum ersetzen.

Wer keinen Ziegenkäse mag, kann gern jeden andern Frischkäse, Feta oder Mozzarella verwenden.

Lasst es euch schmecken und verlinkt mich auf euren Bildern @eat.pole.love. Ich bin gespannt.

2018-01-20T23:12:21+00:00

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